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Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Auf dieser Seite haben wir die häufigsten Fragen unserer Kunden gesammelt – natürlich gleich mit den passenden Antworten. Hier erfahren Sie unter anderem warum eine Blitzschutzanlage lebenswichtig sein kann oder welchen Schaden Blitze anrichten können.

Wie oft schlägt der Blitz ein?

Ebenso wie die durchschnittliche Zahl der Gewittertage pro Jahr regional verschieden ist, schwankt auch die Zahl der jährlichen Blitzeinschläge pro Quadratkilometer von Gebiet zu Gebiet.

Deutschland (Fläche 250.000 Quadratkilometer) wird von etwa 750.000, Österreich (Fläche 84.000 Quadratkilometer) von etwa 165.000 Blitzschlägen pro Jahr getroffen.

Die Zahl der Erdblitze je Quadratkilometer und Jahr kann grob abgeschätzt werden, wenn man die Zahl der Gewittertage pro jahr durch zehn teilt. 

Schlägt der Blitz immer an der höchsten Stelle ein?

Vom Blitzforschungsinstitut auf der Spitze des Monte San Salvatore bei Lugano wurden vor einiger Zeit viele Blitzschläge in der Umgebung fotografiert und lokalisiert.

Es zeigte sich, daß der Blitz keine bestimmten Berge, Täler, Seen oder Hänge bevorzugte. Die Richtung, die ernimmt, hängt allein von der Verteilung der elektrischen Ladung in den Wolken ab.

Dennoch spielt die Oberflächenstruktur der freien Natur oder von Gebäuden für die Einschlagstelle des Blitzes eine gewisse Rolle, da er auf den letzen hundert bis zehn Meter zur Erde tatsächlich hohe Punkte öfter trifft als niedrige.

Aus diesem Grunde wird bei der Installation einer Blitzschutzanlage auf Gebäuden immer dafür gesorgt, dass über das Dach hinausragende Schornsteine oder Fernsehantennen in das Schutzsystem einbezogen werden. 

Zieht Metall den Blitz an?

Im Vergleich zu sehr guten elektrischen Isolatoren – wie etwa trockenes Holz oder trockener Beton – schlägt der Blitz eher in metallene Oberflächen ein.

Dagegen trifft er aber ebenso häufig wie Metalle auch weniger gut leitende Materialien – dazu zählen beispielsweise nasses Holz oder nasses Mauerwerk.

Gleiches gilt für die – verglichen mit Metallen schlecht leitenden – Körper von Menschen und Tieren. Deshalb besteht für Menschen auf einer Wiese die gleiche Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden, wie für einen Metallpfahl an derselben Stelle.

Metalle bergen als gute Leiter allerdings die zusätzliche Gefahr, dass sie den Blitzstrom über größere Strecken weiterleiten. Deshalb muss man sich bei Gewitter von ausgedehnten Einrichtungen aus Metall, wie Zäunen oder Geländern, auf jeden Fall fernhalten.

Welchen Schutz vor Blitzschlag bietet das Auto?

Kraftfahrzeuge wurden schon öfter vom Blitz getroffen. Meist geschah den Insassen nichts, weil die Metallkarosserie einer Limousine als sogenannter Faradayscher Käfig wirkt.

Michael Faraday, ein berühmter englischer Physiker und Chemiker, bewies mit Experimenten, dass alle elektrischen Ströme – so auch ein Blitz – über die Aussenseite eines Metallkäfigs fliessen und keine elektrischen Effekte innerhalb des Käfigs hervorrufen.

Um das Eindringen des Blitzes ist also keien geschlossene Metallhülle erforderlich. Es genügt bereits ein relativ breitmaschiger metallerne Käfig, wie er bei Limousinen vorhanden ist.

Versuche haben jedoch gezeit, dass bei Blitzschlag Gefahr für die Reifen besteht. Da Reifengummi gut isoliert, setzt der Blitz beim Durchgang vom Stahlmantel zur Reifenlauffläsche – als Folge des hohen elektrischen Widerstandes – grosse Wärmemengen frei, wodurch erhebliche Beschädigungen am Reifen möglich sind.

Deshalb ist Autofahrern, die sich innerhalb eines starken Gewitters befinden, dringend zu empfehlen:

  • einen Parkplatz anzufahren
  • die Antenne als meist höchsten Punkt des Fahrzeuges einzuziehen
  • das Fahrzeug nicht verlassen, bis das Gewitter entfernt ist.
Können Flugzeuge vom Blitz getroffen werden?

Es kommt durchaus vor, dass ein Blitz auch Flugzeuge in der Luft oder am Boden trifft. Miest leibt dies ohne Folgen, weil die metallene Flugzeughülle die Passagiere nach dem Faradayschen Prinzip wie im Auto schützt.

Blitzschlag kann allerdings die elektronischen Geräte an Bord beschädigen. Eventuell ist dies die Ursache für einige ungeklärte Flugzeugabstürzte in der Vergangenheit.

Nach Blitzeinschlägen wurden bei Flugzeugen kleine Löcher oder Risse in den Flügeln oder im Rumpf festgestellt. Beim Verlassen eines vom Blitz getroffenen Flugzeuges besteht für Passagiere – ebenso wie beim Aussteigen aus einem vom Blitz getroffenen Fahrzeuges – keine Gefahr, weil die an der äußeren Hülle verbleibende elektrische Restladung sehr gering ist. 

Wie hoch sind Spannung, Stromstärke und Energiegehalt des Blitzes?

Bevor es zur Blitzentladung kommt, können zwischen Gewitterwolken und der Erde Spannungen von einigen 100 Millionen Volt auftreten. Im Blitz selbst fliessen dann in Sekundenbruchteilen Ströme, die in seltenen Fällen bis zu einigen 100.000 Ampere betragen.

Dennoch könnten Blitze unsere Energieprobleme nicht lösen: Bei einer durchschnittlichen Blitzentladung wird nicht mehr Energie freigesetzt, als etwa zehn Liter Heizöl liefern. 

Wie wirken Blitzschutzanlagen und wie sind sie aufgebaut?

Unter einer Blitzschutzanlage versteht man die Gesamtheit aller Einrichtungen für den äusseren und inneren Blitzschutz.

Zum äusseren Blitzschutz gehören alle außerhalb, an und in dem zu schützenden Objekt verlegten und bestehenden Einrichtungen zum Auffangen und Ableiten des Blitzstroms in die Erdungsanlage.

Hierzu zählen zB metallene Leitungen, Vorsprünge und über das Dach hinausragende Schornsteine, Lüftungsrohre oder Lichtkuppeln. Dieser werden mit Fangstangen versehen, die mit den Fangleitungen auf dem Dach verbunden sind. Ein von dieser Fangeinrichtung aufgenommener Blitzstrom wird über die an oder in dem Gebäudewänden herabführenden Ableitungen zur Erdungsanlage gelenkt.

Der innere Blitzschutz ist die Gesamtheit der Massnahmen gegen die Auswirkung des Blitzstromes und seiner elektrischen und magnetischen Felder auf metallene Installationen und elektrische sowie elektronische Anlagen im Bereich der baulichen Anlage. Er umfasst auch den Blitzschutz-Pontentialausgleich, mit dem schadenträchtige Spannungsunterschiede während eines Blitschschlages vermieden werden.

Wer soll eine Blitschutzanlage installieren und was kostet sie?

Die Installation von Blitzschutzanlagen sollte Fachleuten überlassen bleiben, die sich bei der Auftragsannahme schriftlich verpflichten, die einschlägigen Bestimmungen und Normen einzuhalten. Dementsprechend muss die ausführende Firma ein Abnahme- oder Messprotokoll mit Anlagenschema fertigen, woraus das sicher Funktionieren der Anlage erkennbar ist.

Die kosten für die äussere Blitzschutzanlage eines Ein- oder Mehrfamilienhauses liegen in der Regel zwischen 1 und 2 % der Gesamtbaukosten. Dazu kommen die kosten für die innere Blitzschutzanlage, die für Wohnhäuser deutlich niedriger liegen. 

Lassen sich Blitzeinschläge registrieren?

Blitzeinschlagzähler werden in die Ableitung eingebaut, welche die Fangeinrichtung auf dem Dach mit der Erdungsanlage im Boden verbinden. Mit ihnen lässt sich die Zahl der Blitzeinschläge mit Stromstärken von 200 bis 100.000 Ampere registrieren.

Auf dem Foto rechts können Sie sehen, wie ein solches Zählgerät in der Praxis aussehen könnte.

Wie gross ist der jährliche Schaden durch Blitzschlag?

Ebenso wie Mensch und Tier im Freien bei Gewitter durch direkte oder indirekte Blitzschläge gefährdet sind, können Gebäude und deren Inhalt durch unmittelbaren Blitzschlag direkt oder durch Blitzschlag in der Umgebung indirekt Schaden erleiden.

Direkte Einschläge rufen Brände, Explosionen oder Schäden durch Krafteinwirkung hervor. Sie treten zwar wesentlich seltener auf als indirekte Blitzschläge, erfordern jedoch höhere Enschädigungen von der Versicherungswirtschaft. 

Schützt ein Gebäude bei Gewitter?

Zweifellos bietet ein Gebäude, sofern es nicht nur aus Holz oder Stroh ist, wesentlich besseren Schutz vor Blitzen als die freie Natur. Optimal ist jedoch nur ein Haus mit Blitzschutzanlage.

Falls keine Blitzschutzanlage vorhanden ist, wird der einschlagende Blitz mehreren leitfähigen Wegen folgen, um die Erde zu erreichen. Dazu können zB Rohre der Zentralheizung, der Wasserversorgung sowie elektrische Leitungen zählen. Ausserdem kann ein Blitz bei fehlender Blitzschutzanlage relativ leicht einen Brand hervorrufen. 

Wann benötigt ein Gebäude eine Blitzschutzanlage?

Bei Beantwortungdieser Frage müssen sowohl Höhe und Umgebung als auch Bauart, Nutzung und Inhalt eines Gebäudes beachtet werden. Unabhängig von behördlichen Auflagen sollen Gebäude auf jeden Fall eine Blitzschutzanlage erhalten, wenn sie ihre Umgebung deutlich überragen und

  • eine weiche Dacheindeckung aus beispielsweise Holz, Reet, Stroh vorliegt oder normal- beziehungsweise leichtentflammbare Stoffe (zB Dämmaterial im Dachbereich) eingebaut sind
  • explosionsgefährliche Feststoffe, Flüssigkeiten oder Gase gelagert werden
  • einmalige, nicht wiederbeschaffbare Werte, wie in Museen, Kirchen oder Forschungsabteilungen vorhanden sind.
Darf man bei Gewitter duschen oder telefonieren?

Bei einem Blitzschlag kann zumindest ein Teil des Blitzstromes seinen Weg über die metallenen Wasserleitungen suchen. Trotzdem besteht keine Gefahr, wenn das Rohrnetz der Wasserversorgung vorschriftsmässig an die Potentialausgleichschiene (Erdung) angeschlossen ist.

Beim telefonieren besteht ebenfalls keine Gefahr, sofern die Telefonanlage an den Potentialausgleich angeschlossen ist und das Haus durch Erdkabel mit dem ebenfalls unterirdisch verlegten öffentlichen Telefonnetz verbunden ist.

Gefährdet sind dagegen Fernsprechteilnehmer, wenn das Telefon über eine auf Masten verlegte Zuleitung angeschlossen ist. In solchen Fällen, die besonders im Gebirge anzutreffen sind, soll bei Gewitter nicht telefoniert werden.

Gibt es wirklich Kugelblitze?

 

Das Erscheinen von Kugelblitzen ist mit dem von fliegenden Untertassen vergleichbar. Für beide gibt es jede Menge Augenzeugen, aber wissenschaftliche Beobachtungen, durch Fotos belegt, fehlen bist heute.

Dennoch gibt es eine ziemlich genaue Beschreibung: Der Kugelblitz wird als eine leuchtende Kugel mit einem Durchmesser von zehn bis zwanzig Zentimeter gesehen. Seine Farbe ist gewöhnlich weiss oder rot. Er erscheint meist nicht länger als einige Sekunden und wird von einem zischenden oder suffenden Geräusch begleitet. Manchmal verschwindet er geräuschlos, manchmal explodiert er mit lautem Knall. Gelegentlich bleibt ein scharfer Geruch von Schwefel oder Ozon zurück.

Eine mögliche Erklärung für die Visuellen Beobachtungen sind optische Täuschungen, die zB hervorgerufen werden können durch

  • den grell leuchtenden erdnahen Teil des Blitzes, der sich in Fensterscheiben, auf Autodächern und nassen Strassen spiegelt und so leuchtende Kugeln vortäuscht
  • das Nachleuchten des Blitzes auf der Netzhaut des Auges bei einem dem Menschen nahen Einschlagorg.

Sollten Sie eine Frage an uns haben, die nicht auf dieser Seite angeführt ist, dann bitten wir Sie, uns unter dem Bereich Kontakt eine kurze Mitteilung zu senden – wir kümmern uns dann umgehend um Ihr Anliegen.

Blitzschutzbau in Salzburg

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